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Wohnmobil-Versicherung – die besten Tipps


Unfall, Diebstahl, Einbruch – Eigentümer eines Wohnmobils sollten ihr geliebtes Ferienmobil und dessen Inhalt gegen unterschiedliche Gefahren absichern. Wir geben die wichtigsten Tipps für die Wohnmobil-Versicherung.

Arndt & Anni Mai, Berufsschullehrer & Erzieherin

Kompliziert ist nichts für die beiden. "Machen" lautet ihr Motto. Kein Wunder, dass sie das Caravaning als perfekte Urlaubsform gewählt haben. "Da muss man nicht lange planen, sondern kann seiner Lust aufs Verreisen einfach nachgeben …"
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Kfz-Haftpflichtversicherung fürs Wohnmobil

Ein Wohnmobil ist laut Straßenverkehrsordnung ein Kraftfahrzeug und muss deshalb wie ein Pkw offiziell angemeldet werden. Und natürlich benötigt ein Wohnmobil genauso wie ein Auto eine Haftpflichtversicherung. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben und somit die wichtigste Wohnmobil-Versicherung. Deshalb ist eine Zulassung des Wohnmobils ohne Haftpflichtversicherung erst gar nicht möglich. Bei wertvollen Wohnmobilen lohnt sich zusätzlich eine Teilkasko oder sogar eine Vollkaskoversicherung. Ihr Abschluss ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz freiwillig. Kaskoversicherungen übernehmen Schäden am eigenen Wohnmobil wie zum Beispiel Brand, Glasbruch, Zusammenstöße mit Haarwild, Marderbiss oder auch Diebstahl. Eine Vollkaskoversicherung übernimmt zusätzlich Schäden die z.B. durch Vandalismus, Fahrerflucht oder den Zusammenstoß mit Nutztieren entstanden sind.

Autoschutzbrief fürs Wohnmobil

Interessant können auch Autoschutzbriefe sein, die im Zusammenhang mit Haftpflicht- oder Kaskoversicherungen abgeschlossen werden können. Solche Autoschutzbriefe übernehmen zum Beispiel Abschleppkosten oder die Heimreise, sollte das Wohnmobil gestohlen worden sein. So ein Schutzbrief ist eine sinnvolle Ergänzung der Wohnmobil-Versicherung und für alle interessant, die nicht Mitglied in einem Automobilclub wie dem ADAC oder dem AvD sind und über diesen bereits abgesichert sind. Zu beachten ist hier zudem, dass die Leistungen von Automobilclubs meist umfangreicher sind als die von Schutzbriefen.

Campingversicherung, der Klassiker unter den Wohnmobil-Versicherungen

Alles, was im Wohnmobil nicht fest verbaut ist, wird im Schadenfall oder bei Diebstahl nicht von der Kaskoversicherung bezahlt. Dazu gehören zum Beispiel neben dem Gepäck auch der Fernseher, das Vorzelt, der Laptop oder ein Grill. Für all diese Dinge lohnt es sich, eine Campingversicherung abzuschließen. Sie bezahlt Schäden z.B. bei Brand, Diebstahl oder unbefugtem Gebrauch, aber auch, wenn zum Beispiel der Fernseher bei einem Auffahrunfall herunterfällt und kaputt geht. Vorab zu klären ist auf jeden Fall, unter welchen Bedingungen die Campingversicherung bezahlt. Manche Versicherer setzen voraus, dass sich das Wohnmobil auf einem Campingplatz, im Winterlager oder in einer Garage befindet. Wichtig zu wissen: Fahrräder sind in den meisten Campingversicherungen nicht eingeschlossen.

Hausratversicherung mit Außenversicherung

Eine Alternative ist die Hausratversicherung mit Außenversicherung. Sie deckt Sachschäden nicht nur in der eigenen Wohnung ab, sondern auch im Hotelzimmer oder Wohnmobil. Meist ist der Paragraph 7 der Hausratversicherung für diese Leistungen zuständig. Als Wohnmobileigentümer kann es sich lohnen, diese Außenversicherung in seine Hausratversicherung einzuschließen. Die Außenversicherung gilt meist aber nur bei Reisen bis zu 3 Monaten. Und: Außenversicherungen schließen keine Schäden durch Naturgewalten wie Überschwemmung, Sturm oder Hagel ein.